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7. August 2013

ASUS Fonepad im Test

Anfang des Jahres stellte der taiwanische Hersteller Asus ein neues 7-Zoll-Tablet mit Telefonfunktion auf dem Mobile World Congress 2013 in Barcelona vor. Das Gerät hört auf den Namen Fonepad und bietet ein wirklich tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir konnten das Android-Tablet in der 16GB-Version eine Zeit lang ausführlich für euch testen und haben nun unsere Erfahrungen und Meinungen in folgendem Testbericht zusammengefasst.

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Die technischen Daten des ASUS Fonepad:

  • 7-Zoll IPS-LED-Display mit 1280×800 Pixeln
  • Intel Atom Z2460 Prozessor mit 1.6 GHz
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • 8GB/16GB/32GB erweiterbarer Datenspeicher
  • WLAN, Bluetooth 3.0 und 3G
  • 1.3 MP Frontkamera
  • Micro-USB-Anschluss, microSD-Kartenslot
  • 1520 mAh Lithium-Polymer-Akku für rund 9 Stunden Laufzeit
  • Android 4.1.2 Jelly Bean
  • 340 g

Design und Verarbeitung

Das Gerät macht einen soliden ersten Eindruck. Die Rückseite ist aus Polycarbonat, fühlt sich jedoch an, wie gebürstetes Edelstahl. Den microSD-Kartenslot sowie den Steckplatz für die micro-SIM versteckt Asus hinter einer grauen Kunststoff-Abdeckung auf der Rückseite des Tablets. Dieses Fach ist jedoch leider nicht ganz sauber verarbeitet und schließt deshalb etwas ungenau ab. Ansonsten kann das Gehäuse aber in jeder Hinsicht überzeugen. Auch der Power-Button sowie der Volume-Rocker verfügen über einen angenehmen Druckpunkt. Den kleinen Stereo-Lautsprecher verbaut Asus auf der Rückseite, im unteren Bereich des 7-Zoll-Tablets. Der 3,5 mm Kopfhörereingang und der Anschluss für das Ladegerät sind ebenfalls auf der unteren Seite vorzufinden.

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Performance/Leistung

Kommen wir nun zur Perfomance. Wie bereits dem Hardware-Überblick zu entnehmen, wird das Asus Fonepad von einem Intel Atom Z2460 Single-Core Prozessor mit einer Taktrate von 1,6 GHz angetrieben. Single-Core? Ja, das wird jetzt vielleicht den ein oder anderen zurückschrecken lassen, jedoch sollte man bedenken, dass dieser CPU mit Intel’s Hyper-Threading-Technologie daherkommt. Zusammen mit 1 GB Arbeitsspeicher und Android Jelly Bean kommt das Tablet so auf eine solide Leistung und eine hervorragende Energieeffizienz. Im Antutu-Benchmark erreicht der 7-Zöller immerhin 9267 Punkte. Im Quadrant-Benchmark kommt das Asus-Phablet sogar auf eine Punktzahl von 2719. Dass die Leistung des Fonepad aber nicht mit beispielsweise dem Nexus 7 (2012) vergleichbar ist, dürfte denke ich klar sein. Wer jedoch keine allzu anspruchsvollen Anwendung nutzt, der wird keine Performance-Probleme festellen können.

Display

Kommen wir nun zur Bildfläche des Asus Fonepad. Hier verbaut der taiwanische Hersteller ein 7-Zoll großes IPS-Panel mit WXGA-Auflösung (1280×800 Pixel) und einer Pixeldichte von 216 ppi. Im Großen und Ganzen ist das Display wirklich passabel. Im direkten Vergleich mit der Bildfläche des Nexus 7 konnte sich das Fonepad zwar nicht behaupten, von einem schlechten Display kann aber trotzdem nicht die Rede sein. Auch in einer Schräglage lassen sich die Inhalte dank IPS-Technologie noch einwandfrei lesen.

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Lautsprecher, Akku und Kamera

Auch wenn der kleine Stereo-Lautsprecher im unteren Bereich der Rückseite für einen brauchbaren Klang sorgt, so ist er doch ein wenig deplatziert. Gerade Leute, die gerne einmal einen Film schauen, werden das Fonepad mit ziemlicher Sicherheit im Querformat nutzen. Hier deckt man den Lautsprecher dann mit der Hand ab, wodurch der Ton etwas dumpf und gedämmt klingt. Doch es gibt nicht nur Schlechtes über den von Asus verbauten Lautsprecher zu berichten. Beispielsweise beim Musikhören, konnten wir auch bei voller Lautstärke kein „Kratzen“ oder ähnliche Beeinträchtigungen feststellen.

Der Akku ist mit 1520 mAh zwar recht schwach auf der Brust, hält aufgrund der stromsparenden Single-Core-CPU aber ziemlich lange. Zumindest wir hatten das Fonepad während unserer Testzeit eher selten am Ladegeräte hängen. Nichtsdestotrotz sollte man im Hinterkopf behalten, dass es bei der Laufzeit eines solchen Akkus immer auf die Art der Nutzung ankommt. Wer beispielsweise gerne diverse Spiele konsumiert, wird sein Fonepad öfter aufladen müssen, als beispielsweise eine Person, die gelegentlich ein paar E-Mails verschickt. Asus gibt zwar eine Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden an, doch bei diesen Messungen war die Displayhelligkeit auf nur knapp 30 Prozent eingestellt. Wer also des Öfteren anspruchsvolle Applikationen nutzt und die Helligkeit des Displays ordentlich hochdreht, wird nicht auf dieses Ergebnis kommen.

Auf der Rückseite des Fonepads befindet sich leider keine Kamera. Dafür gibt es aber auf der Frontseite eine 1,3-Megapixel-Cam mit einem festen Fokus, welche jedoch nur für Videotelefonie oder kleine Schnappschüsse geeignet ist. Schöne Fotos wird man mit dieser Kamera zumindest auf keinen Fall knipsen können.

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Software

Da das vorinstallierte Android 4.1.2 Jelly Bean nicht allzu stark durch den Hersteller Asus angepasst wurde, können auch künftige Software-Updates zügig geliefert werden. Lediglich ein vierter Knopf, der bei einem Stock-Android nicht vorhanden ist, wurde im Menü integriert. Darüber lassen sich dann die sogenannten “Floating-Widgets” öffnen. Für die Telefonfunktion wurde natürlich auch ein extra Bereich eingerichtet. Wie bei einem gewöhnlichen Smartphone können hier Nachrichten bzw. SMS geschrieben oder Anrufe getätigt werden.

Fazit

Im Großen und Ganzen konnte das Fonepad aus dem Hause Asus aber wirklich überzeugen und erfüllte beinahe alle Wünsche. Gerade in dieser Preisklasse haben wir von einem 3G-Tablet mit Telefonfunktion auf jeden Fall weniger erwartet. Wer also auf der Suche nach der perfekten Mischung aus Tablet und Smartphone ist und auf High-End-Hardware verzichten kann, dem können wir das 7-Zoll-Tablet wärmstens empfehlen. Von uns erhält das Asus Fonepad 8 von 10 Punkten.

ASUS Fonepad im Test
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Über den Autor

Jan Hoffmann

Leidenschaftlicher Blogger und Freund von gepflegter Technik und Horror-Filmen. Gründer von Tablethype.de. Bin auch bei Facebook, Twitter und Google+. E-Mail: jan(at)tablethype.de