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Empire
25. Mai 2020

Roboter: Geschichte und Gegenwart der Technik

Unter dem Wort Roboter stellen sich immer noch sehr viele menschenähnliche Maschinen vor, die sich wie Menschen bewegen und denken können. Mit dem Begriff Roboter sind heute jedoch sämtliche verschiedene computerprogrammierte Maschinen unter einer Haube gemeint, die ihre Aufgaben mit viel höherer Präzision, Kraft und vor allem auch Schnelligkeit ausführen können, als Menschen dazu imstande sind. Wir widmen uns heute dem Begriff des Roboters, welche Transformation dieser durchlaufen hat und auch der Frage, was heute Roboter wirklich sind.

Vor allem in der Industrie werden verschiedene Arten von Robotern in den unterschiedlichen Bereichen eingesetzt und sorgen hier dafür, dass Aufgaben, die für Menschen zu schwer oder zu komplex sind, mit deutlich mehr Geschwindigkeit und Genauigkeit ausgeführt werden können. So werden die einzelnen Prozesse optimiert und die Effizienz des Unternehmens steigt deutlich an. Dies wirkt sich nicht nur auf die Kostensenkung der Unternehmen aus, sondern reicht bis hin zum Endprodukt, so profitiert auch der Endverbraucher.

Die Geschichte der Roboter

Der Erfinder David Devol ließ sich 1954 den ersten mechanischen Roboterarm patentieren. In Zusammenarbeit mit dem Physiker Joseph Engelberg, den er auf einer Cocktailparty kennenlernte und der die Vision hatte, einen Roboter zu konstruieren, arbeitete er weiter an seiner Erfindung. Joseph Engelberg gilt mittlerweile als der Vater der Robotik.

In Kooperation und mit Hilfe von Finanzierungen gelang es den beiden dann 1959 den ersten Industrieroboterarm ins Leben zu rufen. Der Roboterarm konnte mehrere Befehle ausführen und diese auf einer Magnettrommel speichern. General Motors setzte den ersten Prototypen ein und nach etwa zwei Jahren konnte dieser dann erfolgreich die ersten Aufgaben im Fertigungsprozess übernehmen. Die ersten Aufgaben für den Industrieroboter bestand darin, Druckpunkte auf Fahrzeugkarosserien zu schweißen. Nach diesem Erfolg gründeten die beiden Erfinder ihr eigenes Unternehmen und verkauften hauptsächlich auf dem japanischen Markt, da in den USA der Markt hier nur sehr schleppend voran ging. Die Japaner hingegen litten unter extremem Fachkräftemangel und setzten die Roboter daher verstärkt und erfolgreich ein.

Heutige Roboter

Seit dem ersten Industrieroboter sind die Roboter aus unserer Wirtschaft und vor allem aber der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken. Die großartigen Fähigkeiten der Roboter, die die Aufgaben übernehmen, die Menschen entweder nicht so effizient ausführen können oder Aufgaben, die einfach viel zu gefährlich sind, machen sie unverzichtbar.

Die stetige Weiterentwicklung der Roboter erweiterte deren Einsatzgebiete aber ziemlich und sorgte so dafür, dass diese in vielen unterschiedlichen Bereichen der Industrie erfolgreich eingesetzt werden. Neben den Industrierobotern hat sich so mit der Zeit auch der „kollaborative Roboter“ durchgesetzt.

Kollaborative Roboter

Die Besonderheit bei solchen Robotern sind die speziellen Sensoren und Eigenschaften, die diese Roboter für die direkte Zusammenarbeit mit den Menschen qualifizieren. Die Sicherheit der Menschen steht immer an erster Stelle, darum sind Industrieroboter in Fabriken stets mit entsprechenden Vorkehrungen von den Menschen abgegrenzt, um Verletzungen oder gar Unfälle zu vermeiden.

Die kollaborativen Roboter arbeiten meist mit einer deutlich eingeschränkten Kraft und Schnelligkeit, da sie auch zu ganz anderen Zwecken dienen. Sie sollen den arbeitenden Menschen unterstützen. Dafür sind sie zusätzlich mit speziellen Sensoren ausgestattet, die den Roboter sofort abschalten, sobald ein Hindernis erkannt wird. Solche Roboter kommen zum Beispiel auf Fertigungsstraßen zum Einsatz, auf denen Menschen kontrollierend eingesetzt werden, die Schwerstarbeit und präzisen Aufgaben werden jedoch bequem an die Roboter abgegeben.

Kollaborative Roboter und der Arbeitsschutz

Natürlich könnt ihr euch vorstellen, dass der Gesetzgeber alles unternimmt, um den Einsatz von Robotern in der Nähe von Menschen so sicher wie möglich zu machen. Im Arbeitsschutzgesetzt ist dafür die kollaborative Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschine geregelt. Dafür ist die Norm ISO TS 15066 eingesetzt worden, die als Ergänzung zur Norm EN ISO 10218 eingefügt wurde.

Hier werden 4 verschiedene Arten des kollaborativen Einsatzes von Robotern geregelt:

  • Leistungs- und Kraftbegrenzung
  • Abstands- und Geschwindigkeitsüberwachung
  • Automatisches „Not-Stopp“ oder „Not-Aus“
  • Manuelle Führung

Fazit

Von den ersten Robotern von Devol und Engelberg bis hin zu den heutigen kollaborativen Robotern verging eine Menge Zeit. Doch im Grunde sind die Kernaufgaben immer noch vorhanden: Roboter sollen den Menschen helfen, nicht ihnen Arbeit wegnehmen. Sie sollen stattdessen Arbeit sicherer und einfacher machen.

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