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Marktgeschehen
10. Februar 2015

Kommentar: Universitäten verbieten Wearables wegen Schummelgefahr

Im April 2015 soll die Apple Watch offiziell auf den Markt kommen, erste Universitäten, darunter auch mehrere aus der britischen Hauptstadt London, haben das Tragen von Wearables während Prüfungen nun verboten.

Eine interessante Sache, die uns da heute erreicht. So erwägen mehrere Universitäten weltweit das Verbot von Wearables in Prüfungen. Nach einigen Recherchen ist dies inzwischen auch an einigen deutschen Universitäten der Fall. Der Grund dafür liegt ganz klar auf der Hand: Mit der Apple Watch, der ZenWatch und wie sie nicht alle heißen würde sich ja prima betrügen lassen. Auch Google Glass zählt man hierzu und vergisst allerdings einen entscheidenden Punkt: Wie zur Hölle sollen die Geräte ohne Smartphone funktionieren?

Genauso vergisst man scheinbar, dass es auch noch weitaus bessere Methoden wie eine Smartwatch oder eine Smart-Glass gibt um zu betrügen. Und ich weiß ja nicht wie es euch geht, doch ich für meinen Teil hab noch keinen Studenten mit einer Google Glass im Hörsaal sitzen sehen. Auch Smartwatches scheinen noch nicht wirklich der große Schrei zu sein, was vermutlich auch teilweise an den geringen Akkulaufzeiten liegen dürfte. Was noch interessanter ist, ist allerdings die Tatsache, dass man auch konventionelle Armbanduhren verbieten möchte. Ja genau, diese runden Dinger mit Zeigern, so ganz ohne Bluetooth und Co. Wer sich noch an die Film-Serie „Die Lümmel von der ersten Bank“ erinnert, dürfte wissen, was ich mit besseren Hilfsmitteln meine. 😉

Und seien wir doch mal ehrlich, in der heutigen Zeit kann man sämtliche Zusammenhänge zwar verstanden haben und fehlerfrei herbeten, doch benutzt man nicht die Schlüsselwörter, welche der Lehrkörper hören will, gibt es keine Punkte. Sollte man sich da nicht fragen, was in unserem Lehrsystem falsch läuft? Sollte man sich nicht ebenfalls gleichzeitig fragen, ob es nicht in der heutigen Zeit eher wichtig wäre, zu wissen, wo etwas steht anstatt etwas stumpfsinnig auswendig zu lernen? Schließlich befinden wir uns in einer Zeit, wo Informationen zu jedem Zeitpunkt fast überall verfügbar sind.

Natürlich ist es gut zu wissen, wie grundsätzliche Dinge funktionieren. Doch was bringt es einem im späteren Leben, wenn man weiß wie viele Töne und Noten eine Tonleiter besitzt? Wer sich dafür interessiert, dürfte meiner Auffassung nach auch fähig sein, sich diese Informationen aus Büchern oder dem Web zu besorgen.

Wie sieht eure Meinung zu diesem Thema aus? Seid ihr eher Meinung, dass das traditionelle Auswendiglernen noch zeitgemäß ist? Oder seht ihr es ebenfalls so, dass es wichtiger ist zu wissen, wo man die entsprechenden Informationen findet? Hinterlasst uns doch einfach einen Kommentar.

An dieser Stelle findet sich für alle Interessieren übrigens das Schreiben der University of London zur Thematik.

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Über den Autor

Bjørn Max Wagener

Journalist ✏ • BOS-Reporter • 1. FFC Turbine Potsdam ⚽ • Dosenöffner von Barney • Urbexer • Video Editor