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20. März 2016

Tablets: Muss man den Akku mit dem Originalnetzteil laden?

Viele Hersteller sind sehr eigen, was ihr Zubehör angeht. Sie verweigern sogar Garantieansprüche, wenn das Gerät nicht mit dem mitgelieferten Ladegerät aufgeladen wurde. Doch was steckt dahinter, gibt es eine technische Erklärung dafür?

Tablets haben Standardkomponenten

Die meisten Tablets lassen sich mit einem USB-Kabel aufladen. Am einen Ende ist der bekannte USB-A-Anschluss, am anderen zumeist ein Micro-USB-Port oder bei neueren Modellen auch ein USB-C-Anschluss. Die Kabel haben den Vorteil, dass sie universell einsetzbar und weit verbreitet sind. Die meisten Tablets halten sich an die Spezifikationen, die USB mitbringt: 5 Volt, 500 mA – macht zusammen 2,5 Watt. Für manche Tablets genügt das nicht; in dem Fall wird die Spezifikation ein bisschen großzügiger ausgelegt und es kann bis zu 1 A übertragen werden. Das betrifft zum Beispiel das iPad.

Was ist mit dem Netzteil?

Auch das Netzteil ist eine Standardkomponente. Da durch den USB-Standard eindeutig geklärt ist, wie viel Strom geliefert werden darf, gibt es keine Diskussion und das Aufladen könnte so einfach sein. Das Netzteil ist ohnehin nur Lieferant für den angeforderten Strom, denn die Elektronik, die sich um das Aufladen an sich kümmert, steckt im Tablet selbst. Darin wird auch entschieden, wann das Aufladen beendet wird und wie viel Strom abgefragt wird. Clevere Schaltungen erkennen sogar, welche Art Stromquelle angeschlossen ist und reagieren entsprechend. So wird beim Anschluss an einen USB 2.0 Port an einem PC nicht mehr als 500 mA angefragt, auch wenn ein entsprechendes Netzteil 1 A liefern könnte.

Warum Hersteller auf Originalzubehör bestehen

Der Grund, warum Hersteller von Tablets mit den wildesten Begründungen bis hin zur Beschädigung des Gerätes darauf bestehen, dass man Originalzubehör verwendet, hat einen ganz anderen Grund. Denn beim Tablet liegt normalerweise alles bei, was für den Betrieb benötigt wird – ein Ersatz-Netzteil ist also zusätzlich. Deshalb kann der Hersteller einen unverhältnismäßig hohen Preis verlangen und hat entsprechend hohe Gewinne.

Technisch wäre das nicht notwendig, da USB-Netzteile auch viel günstiger verkauft werden können. Das zeigt etwa der Online-Shop von Akkushop. Dem Hersteller hilft das aber nicht und um seine Chance zu erhöhen, dass der Kunde originales Zubehör kauft, tischt er ihm Märchen auf.

Defekte Netzteile können Schaden anrichten

Zumindest insofern hat der Hersteller recht, dass es tatsächlich sein kann, dass ein defektes Netzteil Schäden durch Überspannung oder gar Brände verursachen kann. In dem Fall handelt es sich aber um einen Defekt am Netzteil oder einen Konstruktionsfehler, mit dem das Netzteil die erforderlichen Prüfsiegel nicht bekommen hätte. Die meisten USB-Netzteile von Drittanbietern sind aber unbedenklich und funktionieren genauso gut wie das originale Netzteil oder ein USB-Anschluss am PC.

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