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27. August 2016

Rundum: Die Andoer 360° Action Cam im Test

Nicht alles ist Gold, was glänzt. Dies ist auch leider im Fall der Andoer 360° Action Cam so. Was auf dem Papier nach einem guten Produkt aus dem Reich der Mitte klingt, entpuppte sich im Test leider als ein Flop.

360° Fotos und Videos sind aktuell der heiße Scheiß, zumindest wollen einem Facebook und diverse Hersteller dies einreden. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass bei Samsung und Co. die Kameras mit dem Rundumblick geradezu aus dem Boden schießen. Wie üblich lässt man aber auch in China nicht zweimal bitten bei einem Trend mitzuwirken. Leider hat man dies im Fall der Andoer 360° Action Cam eher schlecht als recht umgesetzt. Dies spiegelt sich nicht nur in der Bedienung des Gerätes über die für Android und iOS erhältliche App wieder, sondern auch in den Ergebnissen, welche die Kamera liefert.

Zusätzlich ist ein Punkt der mir persönlich nicht gefällt die Tatsache, dass man nicht wie bei anderen 360° Kameras seine Werke direkt zu Facebook uploaden kann, wo diese dann auch direkt in diesem Format angezeigt werden. Nein, so benötigt man ein extra Tool, welches die Fotos konvertiert. Zusätzlich mussten teils sogar die Exif-Daten der Dateien manipuliert werden, damit sie von Facebook als 360° Content erkannt wurden.

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Die technischen Daten im Überlick

  • CPU: SPCA6350M
  • Kamera-Sensor: Dual Lens OV4689*2
  • Blende: F 2.0
  • Effektive Brennweite : f=1.1mm
  • Betrachtungswinkel: 220°*2
  • LCD: 0.96“, 128*64 Pixels
  • USB: Micro USB x 1
  • Mikrofon: Ja, eingebaut
  • Lautsprecher: Ja
  • Film Dateiformat: H.264 (MOV), Auflösung 1920*960P@30FPS
  • Foto Dateiformat: JPG, Auflösung 3008*1504
  • Indikator LED: 3*LED licht
  • Fokus: Fixfokus
  • Gewicht: 104g
  • Maße: 60*49.4*32.7mm
  • Batterie: 1500 mAh, Lithium-Ionen, fest verbaut

Für den Preis sollte man mehr erwarten dürfen

Preislich liegt die Andoer 360° Action Cam bei rund 110 Euro bei den diversen Versandhändlern aus China. Dafür bekommt man neben der Kamera selbst einen Standfuß, eine Halterung zum Festschrauben an Stangen und eine kleine Tasche, welche für den Transport dient. Ein Vorteil hierbei: Durch das ¼ Zoll Gewinde lässt sich die Kamera auch auf jedes handelsübliche Fotostativ schrauben. Auch auf einem Selfie-Stick oder ähnlichem Zubehör kann die Kamera angebracht werden. Was mir persönlich weiterhin fehlt, ist eine MicroSD-Karte. Diese sollte man für diesen Preis eigentlich erwarten können, zumal das Gerät ohne sowieso nicht nutzbar ist.

App recht unbrauchbar

Nicht nur die Kamera, auch die App gefiel mir im Test nicht wirklich. Meine Erfahrungen decken sich dabei mit den Reviews im AppStore bzw. dem Play Store und auch andere Reviews zur Kamera. Zwar zeigt die App auf dem Smartphone oder Tablet die 360° Fotos perfekt an und sie lassen sich in alle Richtungen anschauen, doch trotzdem ist die Bedienung eher schlecht als Recht.

SYVR360
SYVR360
Preis: Kostenlos
SYVR360
SYVR360
Entwickler: Tonypan
Preis: Kostenlos

Fazit

Mein persönliches Fazit zur Andoer 360° Action Cam ist klar. Von mir persönlich gibt es für dieses Produkt keine Kaufempfehlung. Zwar ist die Idee hinter der Kamera gut, aber extrem schlecht umgesetzt. Für 50 Euro würde ich diese Qualität durchgehen lassen, doch nicht für das Doppelte des Preises. Leider veranschlagt Andoer diesen Preis für die Kamera, welche zumal noch ein Whitelabel-Produkt ist, was in dieser Form auch von Elephone vertrieben wird. Ein weiterer Punkt, der mir durchaus negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass man für PC oder Mac einen extra Konverter für die Inhalte benötigt. Nutzt man diesen nicht, bekommt man einfach zwei Kugeln auf einem schwarzen Hintergrund.

Rundum: Die Andoer 360° Action Cam im Test
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Über den Autor

Bjørn Max Wagener

Journalist ✏ • BOS-Reporter • 1. FFC Turbine Potsdam ⚽ • Dosenöffner von Barney • Urbexer • Video Editor