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Testberichte
28. August 2018

Was auf die Ohren: Der UE Wonderboom im Test

Seit nun mehr als zwölf Monaten begleitet mich der Wonderboom Bluetooth-Speaker aus dem Hause UltimateEars. Zeit genug ein Fazit zum wasserdichten Lautsprecher zu ziehen, welcher für seine Größe eine ordentliche Lautstärke bietet.

Egal ob in der Küche, im Bad, im Bett oder beim Ausflug mit Freunden bin zumindest ich der Typ Mensch, welcher sehr gerne Musik hört. Dies zeigt sich auch darin, dass am Morgen noch vor dem aufstehen bereits mein PC per WakeOnLan startet und sich Spotify öffnet. Aus Mangel aus einem Multiroom-Speakersystem wie zum Beispiel Sonos nutze ich in den anderen Räumen meiner Wohnung eben einen kleinen Bluetooth-Speaker. Besonders in Bad und Küche spielt der Wonderboom hierbei seine Stärken aus. So bietet er bei wenig Platzverbrauch einen 360 Grad Rundumsound und ist gleichzeitig noch wasserdicht. Selbst wenn der Lautsprecher also einmal unfreiwillig in die Badewanne fällt oder außerhalb der eigenen vier Wände eingestaubt wird, ist ihm das relativ egal – der IPX7-Zertifizierung sei Dank.

Wasser und Staub machen dem UE Wonderboom dank IPX7 überhaupt nichts aus.

Zwei Wonderbooms für zweifachen Sound

Ein weiterer Vorteil am Wonderboom: Es lassen sich zwei Lautsprecher zu einem Verbund zusammenfassen – das Prinzip kennt man ebenfalls von Apples HomePod, wo zwei Lautsprecher für ein besseres Klangerlebnis sorgen sollen. In der Realität kommt dies auch zur Geltung – sofern man die beiden Lautsprecher entsprechend plaziert. Einen gravierenden Nachteil musste ich allerdings feststellen, welchen ich mit einem Lautsprecher komischerweise nicht reproduzieren kann. Sind beide Wonderboom im Dual-Modus verbunden, kommt es immer wieder auf dem zweiten Lautsprecher, welcher nicht mit Smartphone oder Tablet (in meinem Fall ein iPhone 6s sowie ein iPad Air 2) verbunden ist, zu Verbindungsabbrüchen oder Störungen in der Wiedergabe. An zu großer Entfernung kann es dabei wohl nicht liegen, wenn beide Lautsprecher keine fünf Meter von einander entfernt im selben Raum stehen. Auch gibt es keine Beeinflussung durch Abschirmungen. Steht einer der beiden Wonderbooms übrigens in Küche oder Bad, während der Andere im Büro steht, lassen sich keine Störgeräusche feststellen. Alles in allem also schon ein sehr komisches Verhalten, was beide an den Tag legen. Außerhalb tritt das genannte Problem übrigens auch nicht auf.

Vor- und Nachteile des Wonderboom

Wie jede Medaille hat auch der Wonderboom zwei Seiten – oder bessergesagt Vor- und Nachteile. Die Nachteile sind hierbei aus meiner Sicht eigentlich relativ schnell aufgezählt. Der Wonderboom lässt sich rein über Bluetooth befeuern. Dies bedeutet, das er weder einen Aux-Anschluss noch einen (micro-)SD-Karten-Slot besitzt. Auch ein Mikrofon zur Nutzung von Alexa (wie bei anderen UE-Lautsprechern integriert), fehlt. Ob dies wirkliche Nachteile sind, muss man aber für sich selbst entscheiden. Mir fehlt weder das Mikrofon noch die alternative Audioquelle. Denkt man allerdings ein paar Jahre weiter, zeigt sich auch beim Wonderboom ein drastisches Problem: Was tun, wenn der Akku nicht mehr so arbeitet wie man will? Dann schaut man gelinde gesagt dumm aus der Wäsche. Denn auch der kleine Energiespeicher ist festverbaut und lässt sich nicht wechseln. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, ist dies nicht einmal über den Hersteller möglich.

Nun aber zu den klaren Vorteilen des Wonderboom. Wie bereits erwähnt, besitzt er eine IPX7 Zertifizierung (Schutz gegen Eindringen von Wasser beim kompletten eintauchen für begrenzte Zeit (1 Meter tief für 30 Minuten)). So lässt sich der Wonderboom, wenn er denn einmal dreckig wird, auch bequem reinigen. Ein weiterer, klarer Vorteil des Wonderboom ist seine robuste Bauweise, welche auch Stürze von bis zu mehren Metern Höhe problemlos übersteht.

Weiterhin positiv zu werten ist die Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden. Wobei ich, zumindest für mein Empfinden, auch längere Akkulaufzeiten erreicht habe. Und sollte der Strom einmal zur Neige gehen, ist man innerhalb von 2,8 Stunden wieder für die nächsten 10 Stunden gerüstet. Geladen wird der Wonderboom übrigens per Micro-USB.

Fazit zum Wonderboom

Das Fazit zum Wonderboom fällt eigentlich kurz aus. Von meiner Seite her gibt es eine klare Kaufempfehlung – sofern man mit den genannten Einschränkungen leben kann und einen nicht allzu teuren Lautsprecher sucht. Online findet man den Wonderboom dabei schon ab rund 60 Euro (UVP 99 Euro). Für etwas über 100 Euro gibt es stellenweise auch den Wonderboom-Doppelpack. Ideal zum teilen innerhalb der Familie oder für doppelten Musikgenuss.

Was auf die Ohren: Der UE Wonderboom im Test
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Über den Autor

Bjørn Max Wagener

Journalist ✏ • BOS-Reporter • 1. FFC Turbine Potsdam ⚽ • Dosenöffner von Barney • Urbexer • Video Editor