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18. Mai 2014

Toshiba AT10PE-A-105 (Write-Bundle) im ausführlichen Testbericht

In diesem Bericht wollen wir uns dem Toshiba Excite Write (AT10PE-A-105) annehmen, welches in einem Bundle mit Bluetooth-Keyboard und Digitizer daherkommt. Wie es bei uns im Test abschneidet, lest ihr in den folgenden Zeilen. Als Referenz bietet sich das Kobo Arc 10HD an, welches mit ähnlichen Spezifikationen bereits vor einigen Monaten getestet wurde.

toshiba-at105-back

Technische Daten

  • 10,1-Zoll-IPS-Display mit 2560 x 1600 Pixeln
  • Nvidia Tegra 4 Quad-Core-Prozessor bei 1,8 GHz
  • 2 GB Arbeitsspeicher
  • 32 GB interner Speicher
  • 4230 mAh Akku
  • 261 x 179 x 10,5 mm, 650 g
  • Mini-HDMI, Kopfhörer, micro-USB
  • 8-MP-Kamera auf der Rückseite, 1,2-MP-Kamera auf der Frontseite
  • Android 4.2.1, Stock-Oberfläche

Lieferumfang, der erste Eindruck und Design

In dem getesteten Write-Bundle ist, wie erwähnt, ein Bluetooth-Keyboard, welches auch als Cover fungieren kann, sowie ein Digitizer enthalten. Der Digitizer macht einen grundweg soliden Eindruck und gleitet hervorragend über das Display. Die 630 Gramm Gewicht machen sich interessanterweise nicht so bemerkbar wie beim Kobo Arc 10HD, wobei dieses genauso viel wog. Das könnte mit der deutlich haptischeren Oberfläche zusammenhängen, durch welche das Tablet gut in der Hand liegt. Die Nocken auf der Rückseite sorgen für festen Halt, auch wenn man es mit nur einer Hand bedient und es nicht auf dem Tisch oder Schoß liegt. Auch knarzt das Gerät nicht beim Benutzen, die Verarbeitung ist an der Stelle durchaus gut gelungen. Fingerabdrücke machen sich nicht bemerkbar, zumindest nicht auf der Rückseite.

toshiba-at105-side

Vom Design her ist es eigentlich sehr schlicht gehalten, auf der Vorderseite prangen nur die beiden Schriftzüge „TOSHIBA“ und „harman/kardon“, welche allerdings keinesfalls stören. Letztere Firma war für die eingebauten Lautsprecher verantwortlich. Rückwärtig findet man die gleichen Züge erneut, diesmal ist der Name des Herstellers jedoch eingraviert, was mit dem Finger auch deutlich spürbar ist. Störend ist es dennoch nicht.

Keyboard

In dem vorliegenden Write-Bundle finden wir nunmal auch eine Bluetooth-Tastatur, welche ebenfalls getestet werden möchte. Durch einen magnetischen Aufbau findet sie zwar festen Stand, bietet aber auch nur einen möglichen Blickwinkel auf das Tablet, welcher zudem sehr steil ist. Das Keyboard ist technisch bedingt natürlich nur so groß wie das Tablet selbst, trotzdem finden Hotkeys wie „Play/Pause“ oder Bedienelemente des Browsers hier Platz. Zwar lassen sich die Tasten allgemein mit gutem Widerstand drücken, mit meinen verhältnismäßig großen Händen traf ich beim Zehnfingerschreiben aber nicht immer die gewünschte; so verwechselte ich häufig die rechte Shift- und die Pfeil-Oben-Taste. Diesen Testbericht auf dem Tablet zu schreiben wäre eine Qual. Kürzere Texte wie Emails oder beispielsweise Chatnachrichten lassen sich dagegen sehr gut verfassen, möchte man auf die virtuelle Tastatur verzichten. Das Gewicht des Keyboards liegt im Bereich von gut 400 Gramm, beladen wird der interne Akku über micro-USB.

Die Einrichtung der Tastatur ist denkbar einfach. Einschalten, über Bluetooth pairen und benutzen. Allerdings hatte ich Probleme mit der Verwenung, sobald sich das Tablet außerhalb eines WLAN-Netzes befand. Zwar funktionierte das Pairen zwischen beiden Geräten – sogar der Akku-Status des Keyboards war in der Leiste des Tablets zu sehen, doch Tasteneingaben funktionierten überhaupt nicht.

Performance

Der NVidia Tegra 4 leistet großartige Arbeit. Aktuelle Spiele laufen ruckelfrei, Filme, auch große Dateien wie MKVs, ebenfalls. Die Android-Oberfläche stürzte jedoch beim Herunterziehen der Status-Leiste häufig ab, was sogar des öfteren einen Neustart des kompletten Launchers zur Folge hatte. Dieses Phänomen beobachtete ich bereits beim gewählten Referenz-Gerät von Kobo, womit ich den Schuldigen bei der Android-Version 4.2 vermute. „Bei aktiver Benutzung fällt, auf dem linken Teil der Rückseite, außerdem eine starke Wärmeentwicklung auf, wodurch es unangenehm in der Hand zu halten ist.

Display

Auf diesem Display macht eigentlich alles Spaß, was man sich denken kann. Pixel kann man mit bloßem Auge nur schwer erkennen, was bei den 300 PPI auch verständlich ist. Das IPS-Panel verrichtet seinen Dienst gut, der Blickwinkel ist nicht zu bemängeln.

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Lautsprecher, Akku und Kamera

Die Lautsprecher von harman/kardon sind auf der Rückseite sowohl links als auch rechts unten, betrachtet man das Gerät im Landscape-Modus, verbaut. Der Klang ist klar und laut, Musik möchte man über längere Zeit aber selbstverständlich nicht unbedingt hören. Beim Schauen von Filmen verrichten sie ihre Arbeit zwar gut, dennoch wirken sie auf Dauer blechern. Dadurch, dass die Lautsprecher an der Wölbung der Rückseite platziert sind, wird der Klang nicht Dumpf, falls man das Tablet beispielsweise auf dem Tisch ablegt.
Der verbaute Akku, welcher eine Kapazität von 4320 mAh bietet, lässt sich nicht über den verbauten microUSB-Anschluss laden – dieser dient lediglich zur Datenübertragung. Das Aufladen erfolgt über einen proprietären Anschluss, für welchen Toshiba ein großes, klobiges Netzteil beigelegt hat. Der Ladevorgang geht dafür relativ schnell vonstatten: Von 0 auf 100 Prozent in etwa drei Stunden sollte aber Standard sein. Der Entladeprozess hingegen darf gut und gerne über 24 Stunden dauern, bei mittelmäßiger Benutzung sind eineinhalb Tage halbwegs drin.
Mit der Kamera gewinnt man ganz bestimmt keine Preise, übliche Aufgaben wie die Video-Telefonie meistert die Frontkamera jedoch einwandfrei. Ganz nützlich ist auch der Fotoblitz auf der Rückseite, welcher genauso gut als Taschenlampe missbraucht werden kann.

Software

Die installierte Android-Version 4.2 wurde von Toshiba nicht angetastet. Das Design der Oberfläche entspricht somit reinstem Vanilla-Android. Nur wenige Toshiba-eigene Apps sind installiert, welche man jedoch getrost vernachlässigen, aber leider nicht deinstallieren kann. Android 4.2 ist inzwischen etwas veraltet, über Updates auf Android 4.3 oder gar 4.4 ist noch nichts bekannt. Eine Aktualisierung der Android-Version würde aber beispielsweise das Problem der häufigen Abstürze beheben.

Fazit

Für knapp 500 Euro erhält man mit dem Toshiba Excite Write ein rundes Paket, welches mit der Konkurrenz gut mithalten kann. Toshiba macht zwar vieles richtig, aber nichts wirklich neu. Es ist eben ein Android-Tablet mit schneller CPU, guter Auflösung auf gutem Panel, Stock-Software und beigefügtem Bluetooth-Keyboard. Digitizer-Support findet man ebenfalls bei der Galaxy-Note-Reihe von Samsung, kommt dabei aber auch nicht zwingend günstiger weg.

Solltet ihr an dem Tablet interessiert sein, so findet ihr es hier bei Amazon. Großen Dank an Toshiba für die Bereitstellung eines Testgerätes.

Toshiba AT10PE-A-105 (Write-Bundle) im ausführlichen Testbericht
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Über den Autor

Jonathan Kemper

Bloggt seit Jahren über Games und Technik. Irgendwo hier zuständig für alles. Erreichbar über Social Media und jonathan@tablethype.de.

  • jonny

    Hm, das einzig besondere ist doch der Stift.
    Der wird so im Nebensatz weggebügelt.
    Bin jetzt auch nicht schlauer, ob das nun ein Samsung Note-Ersatz sein kann, oder nicht.

    • Für mich war der Digitizer keine unbedingt große Sache oder ein echter Mehrwert bei der Bedienung des Tablets. Möchte man das Gerät primär für Handschrift verwenden, ist er natürlich elementar; im Großen und Ganzen ist er als gut verarbeitet und vernünftig benutzbar zu beschreiben, eine Referenz zu einem Note kann ich leider nicht geben.

      Das Alleinstellungsmerkmal ist beim Write-Bundle mMn auch nicht der Stift, sondern eher das Cover mit Bluetooth-Keyboard. 🙂