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Ratgeber
21. August 2015

Tablet mit Vertrag kaufen – lohnt sich das?

Während viele Tablets lediglich als WiFi-Modell erhältlich sind, gibt es auch so einige Geräte, die gegen einen geringen Aufpreis auch als LTE- oder 3G-Version zu haben sind. Mobilfunkbetreiber bieten diese Tablets dann oftmals in Kombination mit Verträgen an, die es ermöglichen auch mobil im Internet zu surfen. Doch lohnt sich das Ganze überhaupt? Diese Frage wollen wir nun im Artikel beantworten.

Die Geräte

War ein Mobilfunkmodul früher lediglich teureren Geräten wie den iPads von Apple vorbehalten, lassen sich nun schon seit einiger Zeit Geräte in jeder Preiskategorie finden, mit denen per 3G oder sogar 4G LTE im Internet gesurft werden kann. So bietet im Einsteiger-Bereich unter anderem Archos günstige Tablets an und die Mittelklasse wird beispielsweise von LG und Samsung bedient. Ist man dann doch gewillt etwas mehr für seinen künftigen Wegbegleiter auszugeben, findet man bei Apple, Samsung oder Sony die passenden Geräte.

Müssten wir hier Empfehlungen aussprechen, würden wir in der Unterklasse besonders das Archos 80b Helium 4G und Samsung Galaxy Tab 4 7.0 LTE hervorheben. Etwas teurer fallen dann das Samsung Galaxy Tab S 8.4 LTE und Google Nexus 9 LTE aus, die schon eine ordentliche Leistung zum fairen Preis bieten. Nach oben hin abgerundet werden unsere Empfehlungen von den beiden Apple-Tablets iPad mini 3 WiFi + Cellular und iPad Air 2 WiFi + Cellular sowie dem Xperia Z4 Tablet LTE von Sony, das derzeit eines der stärksten Android-Geräte auf dem Markt darstellt.

Die Verträge

Bei den Verträgen, die in den meisten Tablet-Kombis enthalten sind, handelt es sich im Regelfall um spezielle Angebote, die oftmals auch auf eine Internet-Flat beschränkt sind. Da viele Tablets sowieso nicht in der Lage sind Anrufe zu tätigen oder SMS zu versenden, werden diese Optionen von Werk aus gesperrt, was den normalen Nutzer nicht stören dürfte. Legt man als Käufer jedoch Wert darauf mit einem kompatiblen Tablet auch die Möglichkeit zu besitzen über die eigene Handynummer erreichbar zu sein, sollte man bei der Auswahl des Vertrags ganz genau hinsehen.

Abgesehen von dieser Tatsache unterscheiden sich die meisten Verträge lediglich im Bezug auf das inkludierte Datenvolumen und Mobilfunknetz. So langen Verträge mit lediglich 250 MB aus, wenn man nur ab und zu die eigenen Mails checken möchte, sollte man mobil jedoch auch einmal ein Video ansehen wollen, sollte man darauf achten, dass mindestens 1 GB enthalten ist. Zwar kann auch nach Verzehr des Datenvolumens weiterhin im Internet gesurft werden, Geschwindigkeiten von 64 KBit/s oder langsamer lassen dies aber zu einer Tortur werden.

Ist man sich dann einmal über das gewünschte Datenvolumen im Klaren, muss noch die Wahl des richtigen Providers angegangen werden. Da E-Plus und O2 vor einiger Zeit zumindest die eigenen 3G-Netze zusammengelegt haben, existieren grob gesagt nur noch drei Anbieter, deren Qualität je nach Standort selbstverständlich schwankend ist. So lässt sich basierend auf Tests zwar behaupten, dass die Reihenfolge Telekom -> Vodafone -> E-Plus/O2 der Wahrheit entspricht, dennoch lohnt zumeist ein Blick auf die Netzausbau-Karten der Anbieter. Hier lässt sich genau nachsehen wie gut der Empfang in der eigenen Umgebung ist, was bei der Auswahl pimär berücksichtigt werden sollte. Preislich sind die Angebote von O2 und E-Plus oftmals etwas günstiger als die Tarife von Vodafone, die Deutsche Telekom liegt ebenfalls meist am oberen Ende.

Sind einem die Tarife, welche die Mobilfunkbetreiber direkt anbieten, dann noch etwas zu teuer, lohnt es sich auch einen Blick auf die zahlreichen unabhängigen Online-Shops zu werfen, die diese leicht vergünstigt im Angebot haben. Beispielsweise findet ihr Tablets mit Vertrag sehr günstig bei Sparhandy.de. Möglich wird das dadurch, dass die Händler die Provision, die sie beispielsweise von Vodafone oder der Telekom erhalten, in Form eines günstigeren Preises zum Teil an den Kunden weiterreichen, wodurch ein kleines Sparpotential entsteht.

Lohnt sich das Ganze nun?

Ob es sich nun lohnt Tablets mit einem Vertrag zu kaufen, lässt sich nicht so einfach beantworten, da dies von der jeweiligen Kombination abhängt. So ist es oftmals unsinnig einen teuren Vertrag mit einer großen Menge an Datenvolumen in Kombination mit einem eher günstigen Tablet zu erwerben, da das Gerät dann zumeist auch schon mit günstigeren Tarifen für den symbolischen 1 Euro erhältlich wäre.

Pauschal lässt sich somit sagen, dass das größte Sparpotential dann existiert, wenn man ein eher teures Tablet zusammen mit einem gehobenen Vertrag bestellt. Bedacht werden sollte dabei jedoch, dass man sich mindestens zwei Jahre an einen Provider bindet und die meisten Verträge automatisch um ein Jahr verlängert werden, wenn nicht rechtzeitig eine Kündigung eingereicht wurde.

Tablet mit Vertrag kaufen – lohnt sich das?
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Über den Autor

Niklas Jutzler

Student und Tech-Blogger aus Mainz. Schon seit zwei Jahren mit viel Spaß und Motivation dabei. Ihr findet mich auch bei Google+.