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Empire
28. Januar 2020

Mit dem Tablet arbeiten – so geht’s

Seit nunmehr einigen Jahren nimmt das Tablet eine immer größere Rolle ein. Anfangs oft noch als Ersatz für die zwischenzeitlich populären Netbooks genutzt, ist das Tablet heutzutage aus keinem Wohnzimmer mehr wegzudenken. Zudem hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass auch der Einsatz als Arbeitsgerät durchaus möglich ist – wenn man weiß, wie!

Die richtige Software

Excel, Word und Co. sind (natürlich neben Alternativen anderer Anbieter) vom PC nicht wegzudenken. Glücklicherweise gibt es diese Anwendungen auch für die gängigen Tablets – gleich ob iOS oder Android. Microsoft bietet beispielsweise seine Office-Lösung als Abonnement für mehrere Geräte an, sodass sowohl am PC als auch Tablet mit der gleichen Lizenz gearbeitet werden kann. In der Praxis hat sich oft auch der Einsatz einer Cloud-Lösung (wie Microsofts OneDrive oder einer Dropbox) bewährt, um schnell Daten zwischen verschiedenen Geräten austauschen zu können (beispielsweise um unterwegs per Tablet auf eine Textdatei zuzugreifen).

Die Cloud als wichtige Voraussetzung

Wer mit dem Tablet produktiv arbeiten möchte, braucht fast zwangsläufig eine gut funktionierende Cloud-Lösung. Glücklicherweise bieten sowohl Google als auch Apple kostenfrei ein gewisses Grundkontingent an Webspace für den Datenaustausch. Wer mehr benötigt, muss allerdings ein paar Euro ausgeben. Ohne eine Cloud müssen die Daten meist umständlich per Kabel (vom und zum PC) oder E-Mail-Versand ausgetauscht werden. Dies ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings im Arbeitsalltag nicht komfortabel.

Das Tablet – auch für Präsentationen geeignet

Wer beruflich eine Präsentation halten muss, kann ein Tablet ebenfalls nutzen. Voraussetzung hierfür ist in der Regel ein Tablet mit HDMI-Ausgang (oder ein geeigneter USB zu HDMI-Adapter). Zudem sollte das Tablet über eine ausreichende Leistungsfähigkeit verfügen, um das HD-Bild auf dem Projektor flüssig darstellen zu können. Der große Vorteil: Es muss kein vergleichsweise „klobiger“ Laptop mitgeschleppt werden und dank des „eigenen“ Tablets ist gesichert, dass es keine Kompatibilitätsprobleme gibt. Letzteres ist eine häufige Fehlerquelle, sofern auf die Software auf einem Fremdgerät (für den Projektor) zurückgegriffen werden muss und diese eine andere Versionsnummer aufweist.

Das Tablet im Firmennetz

Grundsätzlich kann ein Tablet auch in ein typisches, firmeninternes Netzwerk eingebunden werden. Hier ist natürlich Rücksprache mit der IT vonnöten, ob und wie die Integration stattfinden soll. Ein Grund hierfür sind die beiden Wi-Fi-Übertragungsstandards DLNA und Miracast, die nicht miteinander kompatibel sind. Jedenfalls muss – richtig ins Netzwerk eingebunden – die Nutzung des Tablets kein unnötiges Sicherheitsrisiko sein.

Die richtige Bauform für den produktiven Einsatz

Je größer das Display, desto besser lässt sich damit arbeiten. Das Tablet sollte somit mindestens 10-Zoll groß sein. Idealerweise ist eine physische Tastatur vorhanden oder lässt sich bequem anschließen. Als „simple“ Lösung eignet sich eine Bluetooth-Tastatur in Verbindung mit einem Tabletständer (meist eine Funktion der Schutzhülle). Wer es professioneller haben möchte, greift zu einem Tablet-Laptop-Hybriden – diese sind allerdings deutlich teurer.

Der richtige Anschlussmix

Gerade wenn regelmäßige auf externe Festplatten, USB-Sticks sowie DVD-Laufwerke zugegriffen werden muss, sollte das Tablet mit genügend USB-Ports ausgestattet sein. Zusätzlich ist Bluetooth ein nützliches Feature. Als Notlösung eignet sich ein USB-HUB, falls zu wenig USB-Ports zur Werksausstattung gehören. Bei einem Arbeitstablet sind HDMI- und Displayport-Anschlüsse zudem sehr ratsam. Praktischer Nebeneffekt genügender Anschlüsse: Auch Maus und Tastatur können problemlos angeschlossen werden, sodass das Tablet zu einem „echten“ PC-Ersatz wird.

Wer das Tablet für berufliche Film- oder Fotoaufnahmen nutzen möchte, muss leider tiefer in die Tasche greifen. in der Regel sind typische Modelle hierfür nur mäßig ausgelegt. Der ein oder andere Schnappschuss oder Videotelefonie sind hingegen mit allen Modellen bequem möglich.

Zu guter Letzt darf ein SD-Slot nicht fehlen. So kann bequem der interne Speicher erweitert werden, der in der Praxis bei den meisten Tablets doch eng bemessen ist.

Die nötige Leistung

Für ein ordentliches Arbeitstempo sollte ein Android-Gerät über mindestens zwei GB Arbeitsspeicher verfügen – wenn möglich mehr. Als Prozessor sollte ein Intel Atom x5, ein Hisilicon Kirin 950 oder ein ähnlich leistungsstarkes Äquivalent zum Einsatz kommen.

Bei Apple-Geräten führt kein Weg am A9X Prozessor vorbei. Dieser (und natürlich die Nachfolgemodelle) bietet genügend Leistung auch für aufwändige Arbeiten.

Immer mehr Tablets können optional mit einem internen SSD-Speicher ausgestattet werden. Dieser beschleunigt auch schon bei „nur“ mittelstarken Geräten die Leistungsfähigkeit im Alltagsbetrieb enorm.

Fazit

Grundsätzlich kann auch mit einem 100-Euro-Tablet ein Textdokument erstellt und eine USB-Tastatur angeschlossen werden. Dies mag als Notlösung nützlich sein, ist aber für „richtiges“ Arbeiten auf Dauer unkomfortabel. Meist ist aufgrund der begrenzten Leistungsfähigkeit des Gerätes die Eingabe verzögert und/oder das System mit den Apps überfordert.

Somit ist es unabkömmlich, dass das Tablet über ein gutes, großes Display und leistungsstarke Komponenten verfügt. Als Zubehör dürfen eine Bluetooth Maus und eine Bluetooth Tastatur sowie möglichst zahlreiche Anschlussmöglichkeiten nicht fehlen. In Bezug auf die Software steht das Angebot für Tablets dem am PC nur in wenig nach.

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