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22. Oktober 2015

Per Surfstick ins Internet

Mal schnell ins Internet? Kein Problem, das Tablet hat doch WLAN. Ja… WLAN, aber unterwegs ist es schlecht mit WLAN. Dann eben mit dem Laptop. Selbes Problem – ein Surfstick schafft Abhilfe.

Will man unterwegs mit dem Laptop ins Internet, steht man vor einem Problem: Entweder man sucht nach einem Hotspot oder nutzt das Handy als WLAN-Zugang. Letzteres erscheint praktisch, ist aber allenfalls eine Übergangslösung, denn der Akku des Smartphones ist nicht dafür gemacht, das mobile Datennetzwerk per WLAN mit anderen Geräten zu teilen, entsprechend schnell leer ist der Akku. Und wie das so ist, hat man selbstverständlich auch kein Ladekabel mit. Gut beraten ist da, wer einen Surfstick besitzt, denn so wird aus dem Laptop ein WLAN-Hotspot mit den Daten aus dem mobilen Internet.

Moderne Sticks bieten mehr

Wer an mobiles Internet für den Laptop denkt, hat vielleicht noch die unhandlichen und vor allem langsamen PCMCIA-Karten im Kopf, die fröhlich vor sich hin blinken. Das ist heutzutage nicht mehr Stand der Technik. Viel mehr sind Surfsticks mittlerweile in USB-Stick-Form zu haben und bieten außer dem Zugang zum Internet per EDGE, UMTS oder LTE (je nach Verfügbarkeit) zuweilen auch Sonderfeatures. Beispielsweise können höherwertigere Sticks auch ein WLAN-Netzwerk aufbauen und funktionieren so den Laptop zum LTE-Router um und Tablet sowie Smartphone können ebenfalls davon profitieren. Nicht, dass das nicht auch mit Bordmitteln von Windows, Linux und Mac OS ginge, aber einfach ist die derartige Konfiguration nicht gerade. Wer auf so viel Schnickschnack verzichten kann, bekommt auch für relativ kleines Geld Surfsticks, mit denen man zumindest surfen kann.

Da die Auswahl an Surfsticks ungefähr so groß ist wie die an Smartphones, sollte man sich vorher über die Eigenschaften einzelner Modelle informieren. Schließlich kann man relativ günstige Sticks bekommen oder auch ein Vermögen ausgeben. Dann muss man jedoch damit rechnen, dass man Features bekommt, die man gar nicht haben wollte.

Augen auf beim Speed!

Wer sich einen Surfstick mit WLAN-Funktion anschafft und plant, ihn als Hotspot zu nutzen, sollte aufpassen, ob er keine Geschwindigkeit verschenkt. Denn es gibt verschiedene Standards, sowohl bei Mobilfunk als auch bei WLAN. Kann der Stick nur UMTS, muss nicht weiter geschaut werden, denn die gängigen WLAN-Standards kommen mit den Maximalgeschwindigkeiten klar. Ist hingegen LTE im Stick zu bekommen, sollte der Stick auch WLAN nach 802.11n oder ac können. Der ältere b/g-Standard kann nur bis zu 54 MBit/s übertragen, womit die volle Geschwindigkeit von LTE nicht nutzt werden kann.

Geeignet als DSL-Ersatz

Wir haben uns mittlerweile so an das Internet zu Hause gewöhnt, dass es für uns allgegenwärtig ist. Hier poppt der Facebook-Messenger auf, da ein Bild via WhatsApp – ach und der Flash-Player bekommt ja auch noch ein Update. All das ziehen sich die unterschiedlichen Geräte im Hintergrund aus dem Internet. Aber das merken wir erst dann, wenn das Internet einmal ausfällt. Beispielsweise nach einem Umzug muss man zuweilen eine Zeit lang warten, bis der DSL-Anschluss geschaltet wird. Oder der unfähige Bagger-Fahrer nimmt das Telefonkabel – in beiden Fällen redet man nicht mehr von Stunden, sondern von Tagen der Internet-Abstinenz. In dem Fall ist es eine interessante Erkenntnis, dass viele Router einen USB-Anschluss haben – und zwar nicht ohne Grund. Denn der Anschluss eines Druckers oder einer Festplatte ist zwar das Feature, das beworben wird, aber wesentlich sinnvoller ist es, in solchen Notfällen einen Surfstick anzuschließen. In dem Fall kann der Router über den Surfstick eine Verbindung mit dem mobilen Internet aufbauen und verteilt die Verbindung über alle Geräte, wie er es auch machen würde, wenn alles normal funktionieren würde – praktisch!

An den richtigen Tarif denken

Ein weiterer Grund, der für einen Surfstick spricht, im Gegensatz dazu, einfach das Handy als Hotspot zu nutzen, ist der Datentarif. Dieser ist beim Smartphone eher eingeschränkt, da durch die vielen anderen Flatrates, die man gerne mitbucht, das Highspeed-Volumen eher klein ausfällt. Für viele Anwender mag das kein Problem darstellen, weil das bisschen Facebook benötigt nicht viel Volumen. Aber das Desktop-Internet ist nicht vergleichbar mit dem App-Internet. Von daher empfiehlt es sich, einen passenden Tarif für den Surfstick auszuwählen. Falls man diesen nur im Notfall zu nutzen gedenkt, lohnt es sich, darüber nachzudenken, einen Prepaid-Tarif zu ordern. Der kostet im Monat keine Grundgebühr und Guthaben wird erst bei Nutzung abgebucht. Somit bleibt die volle Kostenkontrolle erhalten, aber man kann dennoch bei Bedarf den Laptop mit UMTS versorgen.

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