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13. September 2017

Das Apple Special Event 2017 zusammengefasst

Ab 19 Uhr deutscher Zeit hielt Apple im Apple Park – im neuen Steve Jobs Theater sein Special Event 2017 ab. Im Rahmen der Keynote wurden nicht nur eine neue Apple Watch vorgestellt, sondern es gab auch Updates für das iPhone und den Apple TV. Wir haben alle Details einmal zusammengefasst.

Die letzten Tage gab es einem Leak nach dem anderen – teils war es einfach nur noch lästig. Umso schöner war, als Apple heute gegen 19 Uhr deutscher Zeit endlich seine Keynote startete.

Das Steve Jobs Theater im Apple Park.

Wie immer wurden die geladenen Gäste von Tim Cook begrüßt. Nicht wie immer war allerdings der Ort des Geschehens. Denn zum ersten Mal hielt man die Keynote im Steve Jobs Theater ab, welches sich im Apple Park befindet. Doch auch sonst zog Apple einiges aus dem Hut, was zwar geleakt wurde, aber trotzdem für „entsetzen“ sorgte.

Die Apple Watch Series 3

Den Auftakt der Produktvorstellungen machte die Apple Watch Series 3. Diese kommt in gleich zwei Versionen – einmal mit und einmal ohne LTE. Beachtet werden muss allerdings, dass die LTE-Version in Deutschland wohl nur exklusiv über die Telekom zu beziehen ist. Zwar lässt sich die Uhr auch im Apple Store finden, doch gibt es aktuell noch keinen Hinweis darauf, ob sie auch ohne Provider-Bindung verkauft wird und somit auch im Netz von Vodafone und o2 ihren Dienst verrichtet.

Die Neuerungen der Apple Watch Series 3 im Überblick.

Preislich ruft Apple für die Version ohne LTE 369 Euro für 38 mm bzw 399 für 42 mm aus. Die LTE-Version der Apple Watch Series 3 beginnt bei 449 Euro für 38 mm bzw 479 Euro für die 42 mm Version. Realisiert wird die Mobilfunkverbindung der Apple Watch Series 3 dabei über die eSIM.

Neue Fitness-Funktionen

Mit watchOS4 kommen nicht nur neue Fitness-Funktionen auf die Apple Watch, sondern man kündigt auch eine Zusammenarbeit mit der Stanford University an. Das Ziel dieser Kooperation soll es dabei sein Herzrhyhtmusstörungen zu erkennen. Besitzer der Series 3 können durch das integrierte Barometer der neuen Apple Watch zudem die zurückgelegten Höhenmetern abrufen abrufen, was für noch mehr Details vom Training sorgt.

Selbe Größe, neue Bänder

Zumindest Optisch bleibt auch bei der Series 3 alles beim alten. Einzig der rote Punkt an der Digital Crown verrät, dass es sich um eine LTE-Version der Series 3 handelt.

Apple TV 5. Generation

Ebenfalls ein Update spendierte Apple dem Apple TV. Dieser kann nun 4k HDR-Inhalte wiedergeben. Dies hat neben einer besseren Bildqualität auch für den Dynamikumfang der Inhalte erhebliche Vorteile. Der Nachteil: Inhalte müssen HDR unterstützen. Mit Amazon Prime Instant Video und Netflix hat man allerdings zwei Partner auf dem Apple TV, welche 4k HDR-Inhalte bereitstellen können. Sonst spendierte Apple seiner Set-Top-Box natürlich noch einen schnelleren Prozessor und die üblichen Upgrades.

Weiterhin wird Apple noch in diesem Jahr die eigene TV-App auch nach Deutschland bringen. Weiterhin bekommen bereits erworbene FullHD-Filme ein Update auf die 4k-Version spendiert. Zudem kostet ein 4k-Film im iTunes Store nicht mehr als die FullHD-Version. Gerade mit dem letzten Punkt könnte Apple weltweit für neue Standards bei der Filmvermarktung sorgen.

Apple iPhone 8 / Apple iPhone 8 Plus

Wie erwartet gab es natürlich auch neue iPhones – diesmal gleich drei verschiedene, doch dazu später mehr. Den Anfang machten hierbei das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus als direkte Nachfolger des iPhone 7. Beachtet werden sollte hierbei aber, dass diese grundsätzlich mehr ein S-Upgrade sind und keine völlig neue Generation.

Das steckt im iPhone 8 / iPhone 8 Plus

Während die Größen von 4,7 Zoll bzw 5,5 Zoll gleich bleiben und auch sich die Optik der Geräte kaum geändert hat, steckt im inneren viel neues.

So verbaut Apple den neuen A11 Bionic Prozessor, bei dem es sich um eine Six-Core-CPU handelt. Diese soll bei Multitasking-Aufgaben um bis zu 70 Prozent schneller sein. Auch die GPU verspricht ein Performance-Plus, welche bis zu 30 Prozent schneller sein. Weiterhin verbaut Apple das vom iPad Pro bekannte True Tone-Display.

Sonst spendiert Apple den beiden iPhones eine Hauptkamera mit der Blende f/1.8, welche zudem mit OIS punkten kann. Im Plus-Modell verbaut man zudem eine Zweit-Kamera mit einem „Tele-Objektiv“ auf Basis von Blende f/2.8. Diese ermöglicht wieder den optischen Zoom sowie das neue Portraitlicht. Diese Funktion kommt allerdings erst einmal als Beta auf die Geräte.

Zudem können beide Geräte künftig 4k-Videos mit 60 FPS aufnehmen. Auch wurde bei FullHD-Slowmotion-Videos die maximale Framerate auf 240 FPS verdoppelt, was für noch bessere Effekte sorgen soll.

Sonst glänzen die neuen Geräte mit noch besserem Stereo-Sound, Bluetooth 5.0 und Wireless Charging nach dem Qi-Standard. Apple setzt dabei nicht auf ein eigenes Protokoll, wie Viele vermuteten. Ermöglicht wird dies durch den Austausch der Rückseite, welche nun aus Glas besteht.

Vorbestellt werden können die Geräte ab dem 15. September, während sie ab 22. September geliefert werden. Zudem werden sie nativ mit iOS 11 geliefert, welches am 19. September offiziell freigegeben wird. Die Speichergrößen der Geräte beschränkten sich dabei auf 64 und 256 GB, während die Preise bei 799 Euro (iPhone 8) bzw 969 Euro (iPhone 8 Plus) starten und sich bis zu 909 Euro bzw 1079 Euro steigern.

Apple iPhone X

Bereits in zahlreichen Leaks angekündigt, zog Apple auch das iPhone X noch aus dem Hut. Mit dem iPhone X vollzieht Apple einen radikalen Wandel im Design. So fehlt nicht nur der Homebutton mit dem TouchID-Sensor, sondern auch die Front wird fast nahtlos durch das Display besetzt.

Mit 5,8 Zoll ist das iPhone X das bisher größte Smartphone aus Cupertino. Weiterhin setzt man erstmals auf ein OLED-Display mit einer Auflösung von 2436 x 1125 Pixel (458 ppi). Zudem unterstützt man HDR-Inhalte.

Weiterhin streicht Apple im iPhone X den Homebutton samt TouchID. Letzteres ersetzt man durch FaceID, was nicht nur komfortabler, sondern auch sicherer sein soll – hier sollte man allerdings die ersten Tests abwarten.

Im Gehäuse steckt ein Apple A11 (6 Kerne, 2 Performance-Kerne und 4 für die Effizienz), 3 GB RAM sowie eine neue Dual-Kamera (12 Megapixel, f/1.8 und f/2.4, beide mit OIS). Diese wird von einem Quad-LED True Tone Flash unterstützt. Zudem soll die Akkulaufzeit gegenüber dem iPhone 7 um zwei Stunden gestiegen sein und es unterstützt, wie auch die iPhone 8-Serie Wireless Charging nach Qi. Zusätzlich gibt es Fast Charge.

Ebenfalls mit dabei ist Bluetooth 5, IP68 und Animoji (animierte Emoji). Der Vorverkauf startet ab dem 27. Oktober, während die Geräte ab dem 3. November geliefert werden. Los geht es bei 1149 Euro für 64 GB, während für 256 GB 1319 Euro fällig werden.

Die Besonderheit des iPhone X liegt natürlich nicht nur im fast randlosen Design, sondern auch in der neuen Face ID-Technologie. Wie gut diese im Alltag funktioniert, wird sich zeigen müssen. Im Rahmen der Keynote gab es zumindest den ersten Fehler im System.

Mein persönliches Fazit zur Apple Keynote

Grundlegend bleibt zur Apple Keynote eigentlich nicht viel zu sagen. Es war wieder die vermutlich am längsten erwartete PR-Veranstaltung des Jahres, mit hippen Produkten. Teils vielleicht sogar zu hippen Produkten, wenn ich da an das iPhone X denke. So empfinde ich persönlich das Design als völlig daneben. Denn Apple geht nun den selben Weg wie Samsung mit den fast randlosen Displays – welche zumindest aus meiner Sicht haptisch eine totale Katastrophe sind. Eventuell hat man es aber auch besser gemacht, was sich aber erst noch zeigen muss, wenn ich das Gerät zum ersten Mal in Händen halte. Bisher sage ich aber, nein Danke Apple – was auch nicht zuletzt am Preis des Gerätes liegt. Zudem fragt man sich, wer bitte diesen schwarzen Balken am oberen Ende des Gerätes zugelassen hat, welcher ins Display ragt. Dort hätte sich sicherlich eine Lösung finden lassen, welche optisch ansprechender gewesen wäre.

Gleichzeitig ist es aber zu begrüßen, dass Apple nun auch optional auf Wireless Charging setzt und dabei sogar auf den offenen Qi-Standard zurückgreift. Einige Nutzer wünschen sich diese Technologie ja schon lange, während ich für mich darin keinen Nutzen sehe. Aber hier kommt es – wie fast überall – halt auf die persönlichen Vorlieben an. Positiv merke ich Apple auf jeden Fall an, dass man mit der iPhone 8-Reihe auf das altbekannte Design setzt. Mit einem kompletten Radikalschlag hätte man sich sicherlich keinen Gefallen getan, was man in Cupertino auf jeden Fall weiß. Als fast innovativ könnte man auch die LTE-Version der Watch 3 bezeichnen. Klar gab es vorher schon Smartwatches mit einer eSIM, doch wird Apple wohl wieder einiges daran gesetzt haben sich gegenüber die Konkurrenz aus dem Hause Samsung oder Huawei gehörig abzuheben und einen Mehrwert der Uhr zu bieten. Zumindest in der Keynote klang es danach, da die Apple Watch Series 3 LTE nun nicht nur ohne das iPhone telefonieren kann, sondern auch das Streaming von Musik über Apple Music unterstützt – ebenfalls ohne iPhone. Zudem geht man mit dem neuen Apple TV den konsequenten Weg der Set-Top-Box weiter, welche gerade in den USA wohl zu den Erfolgreichsten zählen dürfte.

Enttäuschend ist allerdings, dass man wieder den eigenen Bezahldienst Apple Pay nicht offiziell nach Deutschland gebracht hat. Zwar ist dieser über Umwege auch in Deutschland teils nutzbar, doch eine offizielle Lösung wäre durchaus angenehmer. Vielleicht klappt es dann ja mit iOS 12?

Das Apple Special Event 2017 zusammengefasst
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Über den Autor

Bjørn Max Wagener

Journalist ✏ • BOS-Reporter • 1. FFC Turbine Potsdam ⚽ • Dosenöffner von Barney • Urbexer • Video Editor