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6. Juni 2017

Apple stellt iOS 11 vor – Wir haben einen Blick auf die erste Beta-Version geworfen

Im Rahmen des WWDC 2017 zeigte Apple nicht nur neue Hardware, sondern gab auch einen Ausblick auf das kommende Update für die mobilen Geräte. Wir haben uns passend hierzu die Developer Beta 1 von iOS 11 auf einem iPad Air 2 einmal näher angeschaut und haben die Details für euch.

Mit iOS 11 erwarten den Nutzer wieder zahlreiche Neuerungen sowie Verbesserungen für das mobile Betriebssystem von Apple. Einige davon zeigte man zur Keynote bereits. Passend dazu, bekommen Entwickler bereits jetzt Zugriff auf die erste Beta-Version, welche wir uns bereits näher angeschaut haben.

Oberfläche

Mit iOS 11 überarbeitet Apple unter anderem das Control Center, welches ursprünglich mit iOS 5 eingeführt wurde. Dort werden künftig werden nur noch auf einer Seite alle Shortcuts verfügbar sein. Einzelne Widgets sollen dabei über 3D-Touch zusätzliche Funktionen bieten.

Weiterhin werden der Lockscreen sowie die Notificationleiste zu einer Seite verschmolzen. Dort werden künftig neben der Uhrzeit alle Benachrichtigen angezeigt. Wie bereits in iOS 10 soll ein schneller Zugriff auf die Kamera sowie die Widgets ermöglicht werden.

Kamera

Mit dem High Efficiency Image File Format (HEIF) und H.265 führt Apple neue Kompressionen für Fotos und Videos ein, womit diese eine deutlich bessere Bildqualität bei einer kompakteren Größe bieten sollen. Weiterhin wertet Apple auch den Portrait-Modus sowie die Live Photos auf. So sollen sich mit Long Exposure-Effekt aus Live Photos Bilder erstellen lassen, welche der Langzeitbelichtung einer DSLR gleichen sollen. Mit „Loop and Bounce“ wird zudem der beste Moment eines Live Photos zu einem kurzen Clip in Dauerschleife zusammengefasst. Für einige Nutzer sicherlich eine tolle Sache, für mich persönlich eher überflüssiger Schnick-Schnack.

Augmented Reality

Mit ARKit gibt iOS 11 Entwicklern eine Möglichkeit an die Hand weitreichende Augmented Reality-Apps zu entwickeln. Wenn es nach Apple geht, soll iOS hiermit zur größten AR-Plattform weltweit werden. Die Besonderheit laut Apple: Es sollen auch Geräte ohne Dual-Kamera tolle AR-Szenen ermöglichen.

Siri

Ebenfalls mit iOS 5 und dem iPhone 4s fand Siri ihren Weg in das mobile Betriebssystem. Mit dem kommenden iOS 11 spendiert Apple seinem digitalen Assistenten nun wieder einmal neue Funktionen. So können englische Sätze und Wörter künftig mit Hilfe des Sprachassistenten in Chinesisch, Französisch, Deutsch, Italienisch oder Spanisch übersetzt werden. Umgedreht scheint dies bisher aber noch nicht möglich zu sein. Passend zu iOS 11 bekommt Siri diverse neue Stimmen spendiert, wobei der Nutzer zwischen männlich und weiblich wählen kann.

iPad

Besonders das iPad soll von iOS 11 profitieren, da man deren Produktivität nochmals erhöhen will. So soll sich das Dock nun auch endlich per Geste in Apps direkt anzeigen lassen. Als folge dessen soll der Wechsel zwischen Anwendungen vereinfacht werden. Außerdem erleichtert Multitouch Drag & Drop das produktive Arbeiten. Ebenfalls mit an Bord ist ein Dokumentenscanner.

Abgerundet werden die Neuerungen für das iPad mit der systemweiten Unterstützung für Notizen mit dem Apple Pencil (sofern vom Gerät unterstützt), einer neuen Tastatur sowie der Dateien-App. Diese soll neben dem Zugriff auf iCloud Drive sowie Drittanbieter-Clouds auch Zugriff auf sämtliche Dateien des lokalen Systems ermöglichen.

Sonstige Neuerungen

Neben den bereits genannten Features wird Apple mit iOS 11 natürlich noch weitere Neuerungen bieten, welche sich aber bequem am Rand erwähnen lassen. So kann man sich unter anderem auf einen Do Not Disturb While Driving-Modus, ein neues Design für den App Store, einen überarbeiteten iMessage App-Drawer sowie neue Möglichkeiten für Screenshots freuen.

Verfügbarkeit

Wer wie ich im Besitz eines Developer-Accounts ist, kann sein iPhone oder iPad ab sofort auf iOS 11 updaten. Wer diesen nicht besitzt, wird sich bis zum Ende des Monats gedulden müssen um somit auf die erste Public-Beta wechseln zu können. Das finale Update soll dann im Herbst veröffentlicht werden.

Unterstützt wird iOS 11 dabei von allen iPhones ab dem iPhone 5s, allen iPads der Air-Generation, Pro-Generation, der 5. Generation sowie allen iPad Minis ab der 2. Generation. Der iPod Touch wird ab der 6. Generation unterstützt.

Erster Eindruck von iOS 11

Nach einem etwas längeren Download von iOS 11 – gefühlt einhundert Jahre – war es nach kurzer Installationszeit dann soweit: Das iPad wollte meinen Entsperrcode sowie das Passwort für meine Apple-ID wissen. Nachdem ich es mit beidem gefüttert hatte, landete ich kurze Zeit später auch schon auf dem Homescreen. Dort erwarteten mich neben dem neuen Dock von iOS 11 auch überarbeitete App-Symbole. Bisher haben aber nur der App Store und der iTunes Store ein neues Logo erhalten. Sicherlich wird Apple in den kommenden Beta-Versionen hier aber nachziehen – zumindest würde ich mir dies wünschen.

Sonst weiß iOS 11 aber bereits in der ersten Beta zu gefallen. Grobe Fehler konnte ich so bisher nicht entdeckten, dafür aber die eine oder andere nützliche Funktion. So lässt sich im Falle des iPads das Dock per Wischgeste nach oben direkt einblenden, was einen schnellen Wechsel zwischen den geöffneten Apps ermöglicht. Auch in Sachen Geschwindigkeit vermag iOS 11 dem iPad Air 2 noch mehr einiges zu entlocken, als die aktuelle Version von iOS 10 es tut. So läuft das Gerät zumindest gefühlt nun noch flüssiger – trotz einer größeren Zahl an Hintergrund-Apps. Der Bug, welchen ich bisher entdeckten konnte, betrifft die Split-Screen-Funktion, welche aktuell nicht funktioniert.

Zum Schluss darf aber auch nicht unerwähnt bleiben, das 32-Bit Apps aktuell sogar noch funktionieren. Eventuell sieht Apple selbst ein, dass man sich damit aktuell leider noch keinen Gefallen tut, diese gänzlich von den Geräten zu verbannen.

Apple stellt iOS 11 vor – Wir haben einen Blick auf die erste Beta-Version geworfen
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Über den Autor

Bjørn Max Wagener

Journalist ✏ • BOS-Reporter • 1. FFC Turbine Potsdam ⚽ • Dosenöffner von Barney • Urbexer • Video Editor

  • Robert Jasiek

    Was genau kann Files? Auch rein lokal? Alle Dateitypen? Alle markieren? Per USB zu Windows?

    • Files ist eine Art Dateibrowser, welcher neben dem lokalen System auch Cloud-Anbieter unterstützt. Bisher funktionierte die App zumindest bei mir aber eher schlecht als recht. Eine Option zum Austausch von Dateien per USB konnte ich zudem nicht finden.